Wie eine ideale Webseite aussieht oder....

...aussehen sollte. So oder ähnlich stellt sich das Problem jedem Neuling am Beginn seines Homepage oder Webprojektes. Die Art und Weise wie man bei diesem Thema am besten vorgeht lässt sich so einfach gar nicht beantworten. Das Aussehen einer Homepage wird zum Teil auch durch das hohe Tempo der Web Evolution und der vielen gewünschten Funktionen, welche die Seiten haben sollen bestimmt.

Hunderte von Artikeln habe ich in den letzten Jahren gelesen. Online oder in  Fachzeitschriften. Es werden Tipps und Tricks ohne Ende dazu angeboten, wie man eine Homepage am besten gestalten soll. Und was man bei der Gestaltung  besser unterlässt.

Es gibt so viele unterschiedliche Meinungen dazu und deshalb wollte ich das, was ich für wichtig halte in einem kurzen Artikel zusammenfassen. Meine Meinung steht natürlich auch nur für eine unter vielen,begründet sich aber auf über 15 Jahre Erfahrung. Letztlich muss  jeder seinem  persönlichen Ansatz finden und folgen, denn letztlich entscheidet Personality und Design darüber ob der Nutzer geht oder bleibt. Ist das Design schon mal nett und er kann einen Nutzen im Inhalt erkennen wird er bleiben.

Private Webmaster machen meist alles richtig

Generell sehe ich das so, das der private Webmaster erst einmal alles richtig macht, so er denn den kreativen Ansatz verfolgt, ein eigenes Werk zu schaffen. Ob die Homepage  mit Selfhtml,Adobe oder welchem Programm auch immer gemacht wird, am Ende entscheiden die Besucher, ob sie auf einer Homepage verweilen, oder  diese kurzfristig wieder verlassen.

Nicht jeder Webmaster hat die Absicht einen Homepage Award zu bekommen.
Manche Webmaster hatten schon Ideen,(siehe Million Dollar Homepage steht sicher nicht für feines Design) die hinterher im Web Karriere machten.

Also, niemals unterkriegen lassen!

Man kann nur Tips geben, wie man gröbste Fehler vermeiden kann. Meine Liste für das wesentliche und worauf man achten sollte, bevor man sein Werk kritisch begutachten lässt ist, in erster Linie eine Empfehlung und lautet so:

Usability und Übersicht sind die Würze beliebter Seiten

Manch eine Webseite hat ein tolles Logo und tolle Farben, ist aber voll von Meldungen, Werbung, Umfragen per Popupfenster u.s.w.   Vergesst es einfach. Solche Seiten sind bei Surfern alles andere als beliebt. Genauso wie unübersichtliche Navigation. Eine Seite sollte intuitiv die wichtigen Dinge on Top haben. Telefon. Kontaktmöglichkeit, denn das ist es was die meisten Benutzer einer Webseite in erster Linie suchen. 

Überflüssig sind endlos lange Formulare die nicht funktionieren, oder Fehlermeldungen auslösen. Man stelle sich vor man surft mit dem Handy und will eine Nachricht senden und kann die Felder nicht erkennen oder keine Eingaben machen. Ärgerlich. Auch Javascripte zum schützen der Inhalte kann man sich sparen. Lade ich eine Seite auf meinen Rechner habe ich alle Inhalte auf meiner Festplatte.

PopUps und Werbebanner

PopUps sollte nur dann erfolgen, wenn der betreffende Fall z.B. ein Werbebanner des Providers, nicht anders zu handeln ist. Wichtige Elemente in keinem Fall in Fenster packen, da sie sowieso von Benutzern weg geklickt werden. Wer wie ich mit Firefox surft, hat inzwischen sowie so alles abgeschaltet.

Animationen

Animierte GIFs, zu viele Banner oder Buttons bringen Unruhe in die Seite, daher sollte man nach Möglichkeit auf solche Elemente verzichten. Animierte GIFs, nicht Banner, sehen im Regelfalle nicht wirklich professionell aus. Also, Dinge die sich bewegen nur ganz überlegt einsetzen. Und wenn es sich denn unbedingt bewegen muss, wie bei den großen Slidern, dann bitte darauf achten das es Responsive Slider sind die für alle  Browser und Geräte kompatibel sind.

Mauszeiger bitte nicht verändern !
Manche Homepage Besitzer finden es immer noch lustig den Mauszeiger zu verändern. Viele User sehen es gar nicht gerne, wenn der Mauszeiger mutwillig verändert wird.

Hintergrundmusik auf der Homepage

Die Verbreitung von Musikstücken im Web ist sehr beliebt. Ich bin selbst Musiker und hatte früher immer ein Musik Stück auf der Startseite. Aber Achtung die Lizenz- und Urheberrechte sind Advokat (Abmahner) liebstes Kind.

Dann gibt es ein spürbares Desinteresse seitens der Homepage Besucher, wenn der Ton der Seite volle Kanne abgeht. 

Wenn Ihr gute Titel parat habt bietet Sie doch zum Download an und beachtet:

Wer im Büro surft, wird eiskalt erwischt, wenn es aus dem  Lautsprecher töst ! 

Das hat schon manchen Surfer den Job gekostet.

Oder wenn Musik dann so das der Benutzer bestimmen kann ob etwas läuft oder nicht.

Farbgebung und Design

Auf unterschiedlichen Bildschirmen bei unterschiedlichen Systemen werden die Farben unterschiedlich ausgegeben. Die Schrift sollte jederzeit gut lesbar sein, Schwarz auf dunkelgrauem Hintergrund ist daher eine Variante, die man meiden sollte. Beige auf Weiß ist für Brillenutzer schlecht lesebar.

Kontrast ist deshalb sinnvoll. Guter Tip nicht mehr als 4 Farben verwenden. Gute Skalen mit tollen Vorschlägen gibt es bei Color Lovers Ist zwar in Englisch die Seite aber für Farben braucht man keine Übersetzungen.

Ein einheitliches Design wäre nett

Die einzelnen Sektionen einer Website sollten einheitlich gestaltet werden. Jede Seite in anderem Layout zerstört den Wiedererkennungswert und macht den User kirre.

Einzelne Rubriken sollten sogar unterschiedlich gestaltet sein, bei einheitlicher Grundstruktur.Und denkt dabei immer an die Quereinsteiger, die über eine Suchmaschine kommen und Eure Startseite gar nicht gesehen haben. :-)

Das Design sollte Emotionen zum Thema untermauern

Zum Thema Natur sollte die Website auch die Emotion der Natur haben. Das betrifft sowohl die Wahl der Farben als auch die auf der Website eingesetzten Bilder. Denkt daran, dass der optische Eindruck entscheidend darüber ist, ob der Surfer auf der Seite bleibt.

Das Design einer Website sollte stets so gestaltet sein, dass die Inhalte, Navigation und Text, gut voneinander abheben. Vor dem anlegen der Seite gut überlegen was ist wichtig und was gehört ins Archiv. Den wichtigen Dingen Raum geben und diese leicht erreichbar machen.

Facebook und Co die Parole lautet: Durchhalten- Durchhalten

Als großes Problem vieler Webseiten sehen manche Facebook&Co an. Die Zeiten in denen sich private Homepages schnell etablierten sind vorbei. Messenger wie Whats App und social media Dienste scheint das Web 2.0 zu überrollen. Das stimmt nur bedingt. Es gibt Studien die belegen, das individuelle Homepages mit individuellen Inhalten nach wie vor sehr erfolgreich sind.

Private Seiten und von Kleinunternehmen zu wichtigen Themen, Hobbys und Nischenprodukten sind nach wie vor unverzichtbar. Also lautet die Parole: Seite erstellen. Gut machen und durchhalten.

Und irgendwann beginnt die  Suche nach gut gemachten und liebevoll gestalteten Inhalten aufs Neue.

Bis dahin - mein Tipp- fleißig am Finish arbeiten- dann seid ihr später  ganz vorne mit dabei.

Und kassiert vielleicht doch noch einen Award!!

Webdesign ist Handwerk und Übung macht den Meister

Browserkompatibilität:

Die Kompatibilität zu verschiedenen Browsern und Geräten ist inzwischen extrem wichtig. Noch wichtiger ist inzwischen, wie eine Webseite auf dem Tablet und dem Handy aussieht. Und die Ladezeit einer Webseite wird zum Rankingfaktor bei den Suchmaschinen

Tendenz ist zunehmend denn der Anteil der mobilen Nutzer wächst täglich.  Am besten mindestens 3 Browser auf dem eigenen PC installieren und die Webseite in den unterschiedlichen Größen testen. Zum Beispiel im Microsoft Edge, dem Firefox oder mit Google Chrome.

Dynamik und Seitengröße

Flexibles Cross Browser Design oder auch Responsive Design sei  empfohlen.

Aber für individuelles Design ist das nicht zwingend.

Wer bereit ist den Ranking Verlust zu ertragen, oder auf Kunden mit Handys zu verzichten, der kann nach wie vor eine Pixel genaue Version des Designer seiner Wahl ins Web zu stellen.

Das würde ich bei jedem Nischen Thema auch unbedingt empfehlen. Das gilt vor allem für  Künstler und Musiker.

Die ideale Auflösung ist inzwischen 960 - 990 Pixel und wenn das Design bei dieser Auflösung nicht passt, dann geht es auch locker mit 1250px.

Dafür empfiehlt es sich statische Seiten in HTML5 und CSS 3 zu erstellen. Da wären CMS Systeme inzwischen sogar überfordert.   Gute Vorlagen und Hilfen gibt es bei den E-Workers oder Dr.Web.

Was elegantes Design von unprofessionellem unterscheidet, sind die kleinen Details. Daher sollte man, nach dem Grobentwurf, genügend Zeit für den Feinschliff einplanen.

Zwar fallen die dem User nicht direkt ins Auge, sie verbessern aber ganz entscheidend den Gesamteindruck.

Ganz im Vertrauen. Ein Designentwurf dauert manchmal 5 Minuten für die Grundidee.Das fertige Layout erfordert einen  oder gar mehrere  Tage. Genauso wie die Entwicklung der Fertigkeiten ihre Zeit braucht, braucht auch ein gutes Design seine Zeit.

Ein große Hilfe sind hier vor allem viele Design Blogs, die mit wahrlich vielen guten Designs daherkommen. Man muss sie nicht lieben, aber man sollte sie sich mal genau ansehen. Wer möchte kann sich dort ja mal erleuchten lassen.

Fertige Designs verwenden erleichtert den Einstieg

Wie Ihr seht verwende ich auf manchen Seiten auch vorgefertigte Designs. Den Autor des jeweiligen Design Entwurfes findet Ihr meist am Ende der Seite unten. Wenn das design gut gemacht ist und die Inhalte von den Nutzern angenommen werden, erspart das viel Arbeit und man kann sich auf die Inhalte konzentrieren.


Die beste Schule für eine optimale Homepage ist immer noch folgendes:

Sucht Euch drei überragende Seiten aus, die Euch gut gefallen und in denen Ihr gut Navigieren könnt.

Das nehmt als Grundlage für Euren Homepage Aufbau.

Rund herum gestaltet Ihr dann Euer geniales eigenes Design.

Das spart viel Zeit und die kann man dann in die Texte investieren.

So long!