Wie eine ideale Webseite aussieht oder....

so oder ähnlich stellt sich das Problem jedem Webmaster. Die Angelegenheit kann man nicht ganz kategorisch beantworten und unterliegt auch dem hohem Tempo der Web Evolution.

Hunderte von Artikeln habe ich in den letzten Jahren gelesen - von Internet Professional bis hin zur Data Becker Fachzeitschrift, mit den eingängigen Tips wie man eine Homepage gestalten soll und was man besser lässt. Es gibt so viele unterschiedliche Meinungen dazu und deshalb wollte ich das, was ich für wichtig halte in einem kurzen Artikel zusammenfassen.Meine Meinung steht natürlich den anderen nicht im Wege, da soll jeder in seinem  persönlichen Ansatz frei bleiben.

Private Webmaster machen meist alles richtig

Generell sehe ich das so, das der private Webmaster erst einmal alles richtig macht, so er denn den kreativen Ansatz verfolgt, ein eigenes Werk zu schaffen. Ob das nun mit Frontpage oder Selfhtml oder welchem Programm auch immer gemacht wird, am Ende entscheiden die Besucher, ob sie verweilen auf der Seite oder nicht.
Nicht jeder Webmaster hat die Absicht einen Homepage Award zu bekommen.
Manche Webmaster hatten schon Ideen,(siehe Million Dollar Homepage steht sicher nicht für feines Design) die hinterher im Web Karriere machten.
Also, niemals unterkriegen lassen!

Man kann nur Tips geben, wie man gröbste Fehler vermeiden kann. Meine Liste für das wesentliche und worauf man achten sollte, bevor man sein Werk kritisch begutachten lässt ist, in erster Linie eine Empfehlung und lautet so:

Dateigrößen im Web

Ein großes Problem vieler Websiten sind die Ladezeiten und nicht immer liegt es am Hoster, dass der User sich beim Seitenaufbau gedulden muss. Ein Richtwert für das komplette HTML-Dokument mit Grafiken und allem was dazu gehört sollte 100kb nicht überschreiten. Wer darauf achtet und die Grafiken soweit wie möglich komprimiert, hat automatisch den Grundstein für den schnellen Seitenaufbau.

Hintergrundmusik

Musikstücke ? ob Midi oder WAV, sind im Web sehr unbeliebt. Ich bin selbst Musiker und hatte früher immer ein Intro Stück auf der Seite. Es gibt ein spürbares Desinteresse seitens der User, wenn es darum geht, die Seite weiterzuempfehlen oder wiederzukommen.
Wenn Ihr gute Titel parat habt bietet Sie zum Download an. Aber beachten:

Wer im Büro surft hat oft keinen Lautsprecher !

Oder wer sie hat kann seinen Job verlieren,falls der Chef surfen untersagt hat.

Systemmeldungen! Bitte nicht!

Meldungen, Werbung, Umfragen per Popupfenster vergesst es einfach. Bei Usern 2006, alles andere als beliebt, wenn sie mit einem Klickfenster belästigt werden. Javscripte zur Sperrung
(Rechtsklicksperre) zum schützen der Inhalte kann man sich sparen, wenn ich die Seite runterlade -und das geht, habe ich alle Inhalte auf meiner Festplatte.

PopUps mit Inhalten
PopUps sollte nur dann erfolgen, wenn der betreffende Fall z.B. ein Werbebanner des Providers, nicht anders zu handeln ist. Wichtige Elemente in keinem Fall in Fenster packen, da sie oft von Benutzern weggeklickt werden.Wer wie ich mit Firefox surft, hat die sowieso ausgeschaltet.

Animationen

Animierte GIFs, zu viele Banner oder Buttons bringen Unruhe in die Seite, daher sollte man nach Möglichkeit auf solche Elemente verzichten. Animierte GIFs, nicht Banner, sehen im Regelfalle nicht wirklich professionell aus. Also, ganz überlegt einsetzen und wenn es sich denn unbedingt bewegen muss, lieber eine Website mit Flash programmieren. Da gibt es schon eine Menge fertiger kostenloser Flash-Templates im Web, die man schnell anpassen kann. Und mit Swish lassen sich Babyleicht neue Grafiken in Flash erstellen.

Die Statusleiste des IE
Gehasst, wird von vielen Surfern die Programierung der Statusleisten im IE. Vielfach wird das von den Webmastern aber eingesetzt. Solche Texte sollte man wenn, dann nur einsetzen, wenn es um Linkkommentare geht, oder eine Fremd-URL. Lauftexte sollten generell vermieden werden.

Mauszeiger bitte nicht verändern !
Viele User sehen es gar nicht gerne, wenn der Mauszeiger mutwillig verändert wird. Schon gar nicht wenn unter Umständen Spyware oder unerwünschte Programme auf Ihren Rechner landen.
Eine Mauszeigerspur auf dem Bildschirm kann ja noch witzig sein, denn Rest besser lassen.

Farbgebung und Design

Auf unterschiedlichen Bildschirmen bei unterschiedlichen Systemen werden die Farben unterschiedlich ausgegeben. Die Schrift sollte jederzeit gut lesbar sein, Schwarz auf dunkelgrauem Hintergrund ist daher eine Variante, die man meiden sollte. Beige auf Weiß ist für Brillenutzer schlecht lesebar. Kontrast ist deshalb sinnvoll. Guter Tip nicht mehr als 4 Farben verwenden. Gute Skalen mit tollen Vorschlägen gibt es bei Color Lovers Ist zwar in Englisch die Seite aber für Farben braucht man keine Übersetzungen.

Einheitliches Design
Die einzelnen Sektionen einer Website sollten einheitlich gestaltet werden.Jede Seite in anderem Layout zerstört den Wiedererkennungswert und macht den User kirre. Einzelne Rubriken sollten sogar unterschiedlich gestaltet sein, bei einheitlicher Grundstruktur.

Das Design sollte ansprechen
Zum Thema Natur sollte die Website auch die Emotion der Natur haben. Das betrifft sowohl die Wahl der Farben als auch die auf der Website eingesetzten Bilder. Denkt daran, dass der optische Eindruck entscheidend ist, um dem User beim Thema der Website zu fesseln.

Usability
Das Design einer Website sollte stets so gestaltet sein, dass die Inhalte, Navigation und Text, gut voneinander abheben. Vor dem anlegen der Seite gut überlegen was ist wichtig und was gehört ins Archiv. Den wichtigen Dingen Raum geben und diese leicht erreichbar machen.

Webdesign ist Handwerk und Übung macht den Meister

Browserkompatibilität Die Kompatibilität zu verschiedenen Browsern ist seit 2004 ein wichtiges Kriterium geworden. 39% ist die Quote für Firefox mittlerweile.Zwar ist der IE immer noch Spitzenreiter aber die Tendenz ist fallend. Netscape und Opera sollten ebenfalls die Website möglichst fehlerfrei anzeigen können. Am besten mindestens 3 Browser auf dem eigenen PC installieren und testen.

Dynamik und Seitengröße
Flexibles Cross Brwoser Design ist empfohlen. Horizontale Scrollbalken und Designelemente, die sich bei verschiedenen Auflösungen über den Bildschirmrand hinaus verschieben vermeiden.
Die ideale Auflösung ist nach wie vor 800×600 und wenn es bei dieser Auflösung nicht passt, dann geht auf max. 1050px. es empfiehlt sich ein CSS Design von Beginn an. Gute Vorlagen und Hilfen gibt es bei den E-Workers oder Dr.Web.

Was elegantes Design von unprofessionellem unterscheidet, sind die kleinen Details.Daher sollte man, nach dem Grobentwurf, genügend Zeit für den Feinschliff einplanen. Zwar fallen die dem User nicht direkt ins Auge, sie verbessern aber ganz entscheidend den Gesamteindruck. Im vertrauen- ein Designentwurf dauert manchmal 5 Minuten für die Grundidee, das fertige Layout ist die volle Arbeit eines oder mehrerer Tage.

Da ich gelernter KFZ Meister bin, mußte auch ich meine Erfahrung beim designen von Webseiten machen. Selbst gute Programme sind nicht der Weisheit letzter Schluß.

Genauso wie die Entwicklung der Fertigkeiten ihre Zeit braucht, braucht auch ein gutes Design seine Zeit.
Ein große Hilfe sind hier vor allem die Blogs, die mit wahrlich vielen guten Designs daherkommen. Man muß die nicht lieben, aber man sollte sie sich mal genau ansehen. Eine gute Hilfe sind auch die Templates bei Zen-Garden.Wer möchte kann sich dort ja mal erleuchten lassen.

Fertige Designs verwenden

Wie Ihr seht verwende ich auf manchen Seiten auch vorgefertigte Designs. Den Author des Design findet Ihr meist am Ende der Seite unten. 
Die beste Schule für eine optimale Homepage ist immer noch folgendes: Sucht Euch drei überragende Seiten aus, die Euch gut gefallen und in denen Ihr gut Navigieren könnt. Das nehmt als Grundlage für Euren Homepage Aufbau.

Rund herum gestaltet Ihr dann Euer geniales eigenes Design. Das spart viel Zeit und die kann man dann in die Texte investieren. So long!